Softwaretests: Reduzieren Sie Risiken und Kosten, indem Sie richtig testen

andagon Team in Softwaretests Software testen Softwarequalität Qualitätssicherung Teststrategie Riskomanagment · 20.01.2026 · 9 Min. Lesezeit

Richtiges Softwaretesten reduziert Risiken, senkt Kosten und erhöht die Planungssicherheit von Releases. Erfahren Sie, warum frühes Testen der größte wirtschaftliche Hebel ist und wie Unternehmen Softwarequalität gezielt steuern.

Software richtig zu testen bedeutet, Risiken früh zu erkennen, Kosten planbar zu halten und Vertrauen in digitale Produkte zu sichern. Hochwertige, sichere und zuverlässige Softwaresysteme entstehen nur durch konsequente und frühzeitige Tests im gesamten Softwareentwicklungslebenszyklus.

Viele Unternehmen investieren erhebliche Budgets in die Softwareentwicklung – und verlieren später ein Vielfaches davon, weil Fehler zu spät erkannt werden und unter Zeitdruck korrigiert werden müssen. Der entscheidende Hebel liegt nicht in einzelnen Tools, sondern in soliden Testgrundlagen und im richtigen Zeitpunkt des Testens. Je früher Software im Entwicklungsprozess geprüft wird, desto größer ist der wirtschaftliche Nutzen für Ihr Unternehmen. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die wichtigsten Aspekte des Testens im Softwareentwicklungslebenszyklus.

Ihre wichtigsten Vorteile auf einen Blick

  1. Senken Sie die Fehlerkosten erheblich, indem Probleme frühzeitig erkannt werden, bevor sie im Betrieb auftreten.
  2. Verbessern Sie Ihre Release-Planbarkeit, weil Qualität messbar und steuerbar wird und gezieltes Testen die Leistung der Software verbessert.
  3. Schützen Sie Umsatz und Reputation, bevor fehlerhafte Software beim Kunden ankommt.

Warum schlechtes Softwaretesten Ihr Unternehmen Geld kostet

Spätes oder unstrukturiertes Softwaretesten führt fast immer zu höheren Kosten als frühzeitige Qualitätssicherung.

In vielen Organisationen wird Testen noch immer als letzte Phase vor dem Go-Live verstanden. Die Konsequenz: Fehler werden entdeckt, wenn Änderungen teuer, zeitkritisch oder kaum noch möglich sind. Ein Defekt, der bereits in der Anforderungsphase auffällt, lässt sich mit minimalem Aufwand beheben. Derselbe Fehler, kann unter Umständen, im Betrieb Umsatzausfälle, SLA-Verletzungen oder Vertragsstrafen verursachen. Die Unterschiede zwischen früher und später Fehlererkennung sind dabei entscheidend: Je früher Abweichungen zwischen den tatsächlichen und den erforderlichen Bedingungen erkannt werden, desto geringer sind die Kosten und der Aufwand für die Behebung.

Typische Folgen aus Managementsicht, die direkt Budget und Planung betreffen:

  • Release-Verzögerungen, weil Fehler unter Zeitdruck behoben werden müssen
  • Steigende Projektkosten durch Nacharbeiten und Hotfixes
  • Reputationsschäden, wenn Kunden instabile Software erleben

Das eigentliche Risiko liegt nicht im Fehler selbst, sondern im Zeitpunkt seiner Entdeckung. Spätes Testen verschiebt Risiken nicht – es potenziert sie. Für Sie bedeutet das: Jede Entscheidung gegen frühes Testen ist eine bewusste Risikoentscheidung, wobei der Zweck von Softwaretests darin besteht, Fehler frühzeitig zu vermeiden und so die Kostenkontrolle zu gewährleisten.

Was „Software richtig testen“ wirklich bedeutet

Richtiges Softwaretesten beginnt lange vor dem ersten Testfall.

Viele Unternehmen starten Tests mit der Frage „Welche Tools brauchen wir?“ – und überspringen damit die entscheidende Managementfrage: Was muss unsere Software leisten, und welches Risiko dürfen wir akzeptieren? Ohne klare Testgrundlagen bleibt jede Testaktivität zufällig und ineffizient.

Zu den zentralen Grundlagen gehören:

  • Klare Testziele: Das Ziel von Softwaretests ist es, sicherzustellen dass die Anwendung die definierten Anforderungen erfüllt und zuverlässig funktioniert. Welche Funktionen, Qualitätsmerkmale und Risiken sind geschäftskritisch?
  • Definierte Qualitätskriterien: Ein zentrales Kriterium ist die Überprüfung der Funktionalität, also ob die Software alle geforderten Funktionen korrekt ausführt und die Nutzerbedürfnisse erfüllt. Wann gilt Software als ausreichend stabil für einen Release?
  • Eindeutige Verantwortlichkeiten: Wer entscheidet über Qualität, Prioritäten und Freigaben?
  • Testphasen: Der Testprozess umfasst verschiedene Testphasen wie Testplanung, Testdesign, Testdurchführung und Testbewertung, die systematisch aufeinander aufbauen.

Ein strukturierter Leitfaden für das Softwaretesten hilft dabei, die einzelnen Phasen, Aktivitäten und Prinzipien übersichtlich zu planen und zu steuern.

Erst wenn diese Punkte geklärt sind, entfalten Testmethoden und Automatisierung ihren wirtschaftlichen Nutzen. Testmethoden dienen dazu, sicherzustellen dass die Anwendung den Anforderungen entspricht. Verschiedene Methoden und Software Testing Methoden sind entscheidend für die Qualitätssicherung, da sie gezielt unterschiedliche Aspekte der Software überprüfen. Sie vermeiden Blindleistung und investieren gezielt dort, wo Qualität direkten Business Impact hat.

Warum frühes Testen (Shift Left) der größte Hebel ist

Je früher Sie testen, desto günstiger wird jeder gefundene Fehler.

Shift-Left-Testing beschreibt die konsequente Verlagerung von Testaktivitäten in frühe Phasen der Softwareentwicklung – etwa in die Anforderungs- und Designphase. Testen sollte dabei in alle Phasen des Entwicklungszyklus integriert werden, um die Softwarequalität, Sicherheit und Zuverlässigkeit zu verbessern. Der Effekt ist eindeutig: Fehler werden erkannt, bevor sie sich technisch, organisatorisch und finanziell verfestigen.

Für das Management bedeutet das:

  • Weniger Überraschungen kurz vor dem Go-Live
  • Bessere Planbarkeit von Budget und Zeit
  • Höhere Stabilität im laufenden Betrieb

Ein häufiger Einwand auf Management-Ebene lautet: „Frühes Testen verlangsamt die Entwicklung.“ In der Praxis ist das Gegenteil der Fall. Frühes Testen beschleunigt Projekte, weil teure Rückschleifen vermieden werden und Entscheidungen früher fundiert getroffen werden können – insbesondere, wenn beim Testen bereits in den frühen Phasen des Entwicklungszyklus Fehler erkannt und behoben werden.

Software testen ist Chefsache – nicht nur Aufgabe der QA

Qualität scheitert selten an fehlenden Tests, sondern an fehlenden Entscheidungen.

Softwarequalität ist kein rein technisches Thema. Sie ist das Ergebnis von Prioritäten, Budgetentscheidungen und bewusster Risikosteuerung. QA-Teams können nur innerhalb des Rahmens arbeiten, den das Management durch Budget, Prioritäten und Risikotoleranz vorgibt. Dabei spielt der Produktmanager eine zentrale Rolle, indem er die Priorisierung von Problemen steuert und die Qualität im Testprozess sicherstellt.

Typische Fehlannahmen:

  • „Testen kostet nur Geld.“
  • „Automatisierung löst Qualitätsprobleme automatisch.“

Die entscheidende Frage für Sie lautet: Welche Risiken akzeptieren Sie bewusst – und welche nicht? Erst wenn diese Frage klar beantwortet ist, kann Softwaretesting gezielt, wirtschaftlich und wirksam eingesetzt werden.

Die richtige Kombination von Testarten entscheidet

Kein einzelner Testansatz reicht aus, um Qualität zuverlässig sicherzustellen.

Professionelles Softwaretesten basiert auf einer bewussten Kombination verschiedener Ansätze und Testtypen: Dazu zählen unterschiedliche Arten von Tests wie Unit-Tests, Integrationstests, Systemtests, Abnahmetests, statische Analyse und API-Tests. API-Tests sind dabei eine spezielle Testart, die die Schnittstellen zwischen Softwareteilen überprüft.

Unit-Testfällen kommt eine besondere Bedeutung zu, da sie einzelne Teile der Software isoliert testen und mit den jeweiligen Anforderungen verknüpft werden, um die Nachverfolgbarkeit und Qualität zu sichern. Die Zusammenarbeit mit anderen Rollen wie Software Testern und Softwareentwicklern ist essenziell, da beide Gruppen aktiv am Testprozess beteiligt sind und ihre jeweiligen Kenntnisse einbringen.

Im Testprozess spielen Code-Qualität und Methoden wie Test Driven Development eine zentrale Rolle, um Fehler frühzeitig zu erkennen und die Wartbarkeit zu verbessern. Inhalte von Seminaren und Weiterbildungen im Bereich Softwaretesting vermitteln aktuelles Wissen, Methoden und Trends, um auf dem neuesten Stand der Technik zu bleiben.

Beispiele für verschiedene Testarten sind etwa Unit-Tests zur Überprüfung einzelner Funktionen, Integrationstests für das Zusammenspiel mehrerer Komponenten und Systemtests zur Validierung des Gesamtsystems. Aussagekräftige Tests basieren auf realitätsnahen und konsistenten Daten, um die Ergebnisse belastbar zu machen.

Der Einsatz moderner Technologien, Programmiersprachen und Frameworks ist entscheidend, um effiziente und effektive Testverfahren zu gewährleisten. Das Zusammenspiel aller Testarten und Methoden ergibt das sogenannte Softwaretest Puzzle, das für eine umfassende Qualitätssicherung sorgt.

Der wirtschaftliche Vorteil entsteht nicht durch maximale Automatisierung, sondern durch eine klare Entscheidung für die passende Mischung. So erreichen Sie hohe Qualität bei kontrollierten Kosten.

Automatisierte Tests als Effizienztreiber

Automatisierte Tests sind der Schlüssel zu effizienteren, schnelleren und zuverlässigeren Softwaretests.

Automatisierte Tests revolutionieren den Testprozess, indem sie Entwicklern ermöglichen, Routineaufgaben zu automatisieren und sich auf die wirklich komplexen Herausforderungen der Softwareentwicklung zu konzentrieren. Durch den gezielten Einsatz von automatisierten Tests – wie Unit-Tests, Integrationstests und End-to-End-Tests – lassen sich Fehler frühzeitig erkennen und beheben, bevor sie sich im Produkt verfestigen.

Unit-Tests prüfen einzelne Codebausteine isoliert und helfen Entwicklern, Fehler direkt beim Schreiben des Codes zu vermeiden. Integrationstests stellen sicher, dass verschiedene Komponenten der Software reibungslos zusammenarbeiten. End-to-End-Tests simulieren komplette Nutzerabläufe und überprüfen, ob die Anwendung als Ganzes funktioniert – von der Eingabe bis zur Ausgabe.

Der große Vorteil: Automatisierte Tests können beliebig oft und in kurzer Zeit ausgeführt werden. Das erhöht die Testabdeckung, senkt die Fehlerquote und beschleunigt die Bereitstellung neuer Softwareversionen. Unternehmen profitieren von einer schnelleren Markteinführung, geringeren Entwicklungskosten und einer nachhaltig höheren Softwarequalität.

Fehlerquellen und Bugs: Was wirklich schiefgehen kann

Fehler entstehen an vielen Stellen – entscheidend ist, sie systematisch zu erkennen und zu beheben.

Im komplexen Softwareentwicklungsprozess gibt es zahlreiche potenzielle Fehlerquellen. Häufig entstehen Bugs durch unklare oder fehlerhafte Anforderungen, unvollständige oder fehlerhafte Testfälle, mangelhafte Datenqualität oder menschliche Fehler beim Entwickeln und Testen. Auch unzureichende Testmethoden oder fehlende Testabdeckung können dazu führen, dass Fehler unentdeckt bleiben und später hohe Kosten verursachen.

Um diese Risiken zu minimieren, ist ein strukturierter Testprozess unerlässlich. Entwickler und Tester sollten verschiedene Testmethoden – wie White-Box- und Black-Box-Testing – gezielt einsetzen, um Fehlerquellen frühzeitig zu identifizieren. Sorgfältig definierte Testfälle, die alle relevanten Anforderungen und Datenkonstellationen abdecken, sind dabei ebenso wichtig wie eine kontinuierliche Überprüfung und Anpassung der Testverfahren.

Eine gelebte Qualitätskultur im Unternehmen, in der das Testen als integraler Bestandteil des Softwareentwicklungsprozesses verstanden wird, hilft, Fehlerquellen nachhaltig zu reduzieren und die Zuverlässigkeit von Softwareprodukten zu steigern.

Testen entlang des gesamten Software-Lebenszyklus

Qualität ist kein Meilenstein, sondern ein kontinuierlicher Prozess.

Das Testen von Software ist in allen Phasen des Lebenszyklus entscheidend, um Fehler frühzeitig zu erkennen und die Zuverlässigkeit der Anwendung sicherzustellen.

Software sollte nicht nur kurz vor dem Release getestet werden, sondern:

  • bei der Definition von Anforderungen
  • während der Entwicklung
  • in Integrations- und Abnahmetests
  • im laufenden Betrieb

Nur so stellen Sie sicher, dass Qualität auch bei Änderungen, Erweiterungen und Updates erhalten bleibt. Für Sie bedeutet das: stabile Systeme statt permanenter Krisenreaktion.

Wann externe Partner im Softwaretesting sinnvoll sind

Externe Unterstützung erhöht Geschwindigkeit, Objektivität und Skalierbarkeit.

Externe Partner sind besonders sinnvoll bei:

  • hohem Zeitdruck
  • fehlendem Spezialwissen
  • stark schwankendem Testbedarf

Ein erfahrener Partner unterstützt nicht nur operativ, sondern auch strategisch – von der Teststrategie über die Umsetzung bis zur langfristigen Qualitätssicherung über den gesamten Lebenszyklus hinweg.

andagon begleitet Unternehmen genau in diesem ganzheitlichen Ansatz.

Wie Sie den Erfolg von Softwaretests messbar machen

Was nicht messbar ist, bleibt nicht steuerbar.

Relevante Kennzahlen sind unter anderem:

  • Defect-Rate vor und nach dem Release
  • Testabdeckung kritischer Funktionen
  • Wiederöffnungsquote von Fehlern

Erst die Verbindung dieser Kennzahlen mit Business-Zielen ermöglicht fundierte Entscheidungen. Sie steuern Qualität aktiv – statt nur auf Probleme zu reagieren.

Kundenzufriedenheit und Marketing durch exzellente Softwarequalität

Exzellente Softwarequalität ist der Schlüssel zu zufriedenen Kunden und einem starken Markenauftritt.

Kundenzufriedenheit entsteht, wenn Softwareprodukte zuverlässig funktionieren, benutzerfreundlich sind und die Anforderungen der Nutzer erfüllen. Durch gezielte Software-Testmethoden wie Usability-Tests und Funktionstests stellen Unternehmen sicher, dass ihre Anwendungen nicht nur technisch einwandfrei, sondern auch intuitiv bedienbar sind. So wird sichergestellt, dass die Software die Erwartungen der Kunden erfüllt und im Alltag überzeugt.

Darüber hinaus ist hohe Softwarequalität ein starkes Argument im Marketing: Unternehmen, die nachweislich auf Qualität setzen, gewinnen das Vertrauen ihrer Kunden und heben sich vom Wettbewerb ab. Zertifizierungen und Auszeichnungen, die auf konsequentes Testen und die Einhaltung hoher Qualitätsstandards hinweisen, stärken die Marktposition und unterstützen die Markteinführungsstrategie.

Eine konsequente Ausrichtung auf Qualität und die Anwendung moderner Testmethoden machen Software nicht nur besser – sie machen sie auch zum Erfolgsfaktor für Kundenzufriedenheit und nachhaltiges Wachstum.

Fazit: So testen Sie Software richtig – und zukunftssicher

Gute Softwarequalität entsteht durch frühe Entscheidungen, nicht durch späte Korrekturen.

Unternehmen, die Software richtig testen, investieren in klare Grundlagen, frühes Testen und eindeutige Verantwortlichkeiten. Das Ergebnis: geringere Risiken, niedrigere Kosten und bessere Entscheidungen unter Zeitdruck.

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